„Alternative zu Weltbank und IWF“ – Feierliche Eröffnung der BRICS-Entwicklungsbank in Shanghai

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21. Juil 2015

Die „Neue Entwicklungsbank“ (NDB) der weltweit führenden aufstrebenden Volkswirtschaften hat am Dienstag ihren Arbeitsbetrieb in der chinesischen Wirtschaftsmetropole Shanghai aufgenommen, berichtet die Nachrichtenagentur Xinhua. Die BRICS-Bank wird weithin als Alternative zu westlichen Finanzinstitutionen gehandelt.

Feierliche Eröffnung für „Neue Entwicklungsbank“ der BRICS-Staaten

Quelle: Sputnik/ Vladimir Fedorenko

Die Einigung über die Gründung der NDB mit einem Anfangskapital von 100 Milliarden US-Dollar wurde bereits beim sechsten BRICS-Gipfel im brasilianischen Fortaleza unterzeichnet. Offiziell gegründet wurde sie allerdings beim letzten BRICS-Gipfel Anfang Juli im russischen Ufa. Am Dienstag hielt die Bank in Shanghai ihre offizielle Eröffnungszeremonie ab. Der erste Präsident der BRICS-Bank, Kundapur Vaman Kamath, der Bürgermeister von Shanghai, Yang Xiong, und Vertreter aus den BRICS-Staaten – Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika – waren dabei anwesend.

Die „Neue Entwicklungsbank“ sei eine von Grund auf neue Institution für Schwellen- und Entwicklungsländer, sagte der chinesische Finanzminister Lou Jiwei. Er fügte hinzu:

„Ich bin mir sicher, dass die BRICS-Entwicklungsbank unter der Führung von Herrn Kamath und der gemeinsamen Anstrengung aller Beteiligten zu einer professionellen, effizienten, transparenten und multilateralen Institution neuer Art werden und einen signifikanten Beitrag zur Infrastruktur sowie nachhaltigen Entwicklung von Schwellen- und Entwicklungsländern leisten wird.“

Nach Lou Jiwei werde die NDB versuchen, Erfahrungen von existierenden Entwicklungsbanken zu nutzen, aber auch „innovative Wege zur Kostenreduzierung und Effizienzsteigerung“ zu gehen. Dazu gehört auch, die Anforderungen von Kunden in ihren verschiedensten Entwicklungsstadien besser zu verstehen.

Die Hauptaufgabe der „Neuen Entwicklungsbank“ ist es, Infrastrukturprojekte zu finanzieren und eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung der BRICS-Staaten und anderer Schwellenländern zu unterstützen.

Im Juli unterzeichneten alle Zentralbanken der BRICS-Länder ein Abkommen, das die Kapitalschöpfung der NDB zur Bildung eines Grundstocks regelt. Dabei verpflichteten sich Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, insgesamt 100 Milliarden US-Dollar in den Währungsreservepool beizusteuern, der Mitgliedsstaaten bei Liquiditätsengpässen aushelfen soll. Das garantiert den Staaten auch mehr Unabhängigkeit vom Internationalen Währungsfonds oder der Weltbank, die wegen umstrittener Praktiken, wenn es um die Vergabe von Krediten geht, regelmäßig in der Kritik stehen.

Am neunten Juli teilte BRICS-Bank-Chef Kundapur Vaman Kamath der Nachrichtenagentur Sputnik mit, dass die NDB mit der Finanzierung ihres ersten Infrastrukturprojekts im April 2016 starten wolle…

[ Quelle – RTD ]

„Alternative zu Weltbank und IWF“ – Feierliche Eröffnung der BRICS-Entwicklungsbank in Shanghai 4.64/5 (92.73%) 22 votes

In Griechenland wurde das Volk befragt – In Deutschland Meinungsumfragen bestellt

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15. Juli 2015

Sogar der IWF, finanzielle Massenvernichtungswaffe des westlichen Kapitalismus in dem das Wall Street Kapital, vertreten durch seine Regierung in Washington, bei wichtigen Entscheidungen, die mit 85 % Zustimmung beschlossen werden müssen und mit nur einem Stimmenanteil von 16,74 % bereits eine eigene Sperrminorität besitzt, warnt davor, dass die griechischen Schulden unhaltbar geworden sind. Das sollte sich doch eigentlich schon lange herumgesprochen haben. Bis hin zu den schwarzen Null-Wirtschaftskoryphäen Schäuble und Merkel.

Nie sind wir über den Feudalismus hinausgekommen. Noch immer stecken wir mittendrin. Und damit das auch weiterhin so bleibt, erfand man Weltbank, IWF und Börsen an denen Spekulanten mit Papieren, die sie gar nicht besitzen auf fallende Börsenkurse wetten können. Damit kann man Milliardär werden. George Soros ist so ein Milliardär, der es mit Leerverkäufen weit gebracht hat.

Der überwiegende Teil unserer Bevölkerung besteht aus abhängig beschäftigten Arbeitnehmern, die nicht Eigentümer von Fabriken und Unternehmen sind, sondern in Knechtschaft für Kapitalbesitzer arbeiten, an die sie die Wertschöpfung der von ihnen produzierten Waren abgetreten haben, und viele sich als Aufstocker durchschlagen. Offiziell kommen in Deutschland „nur“ etwa 3 Millionen Arbeitslose vor, obwohl es 7 Millionen Hartz IV- und Arbeitslosengeldempfänger gibt, die erfolglos hinter einer Arbeit herhecheln die der im untergehenden und zum Dauerwachstum verdammten Turbokapitalismus schon lange nicht mehr hergibt und auch nicht mehr hergeben wird/kann.

Aber anstatt in neuen Bahnen zu denken und an einer Gesellschaft zu arbeiten, die auch ohne Nonsenswachstum bestens und vor allen Dingen nachhaltig zurechtkäme, bleiben die Vernichtungsmaschinen des Kapitalismus einem „Wachstum“ verpflichtet, an dem sie schon längst aufgehört haben selbst zu glauben. Dass der griechische Ministerpräsident Tsipras sich gezwungen sah ein Abkommen zu unterschreiben, an das er selbst nicht glaubt und das die Handschrift der schwarzen Nullen Schäuble und Merkel trägt, ist nur aus der Sicht zu verstehen, dass, solange der Kapitalismus in seiner jetzigen Form noch die Macht im Universum ausübt, Tsipras gar keine andere Möglichkeit hatte, falls er nicht den schnellen Massentod von Rentnern und Kleinkindern billigend in Kauf nehmen wollte. Und das tun Linke, im Gegensatz zu Kapitalverbrechern, nun mal nicht.

Der IWF zelebriert z. Z. etwas, dass sich wie eine Bekehrung unterm Galgen liest, als er laut spon, in einem Bericht davor warnt, Griechenland stehe vor einem unüberwindbaren Schuldenberg – und eine Umschuldung müsse her. Trotzdem spricht keiner von ihnen davon, das System Kapitalismus, durch ein besseres zu ersetzen. Der Gedanke ist ihnen zu ungeheuerlich, als das sie wagen würden ihn auch nur ansatzweise zu denken. Sie sind eben Versager auf der ganzen Linie.

Stattdessen fluchen sie wie Kesselflicker und streiten sich hinter verschlossenen Türen in den Hinterzimmern der Macht, reparieren und flicken an Löchern im Fundament des Kapitalismus, obwohl das Fundament schon längst weggebrochen ist und den Blasen der Finanzwirtschaft Platz gemacht hat.

Dessen ungeachtet zählt man weiter Erbsen und will „Reformen“ im Schnellverfahren durchziehen; verkaufsoffene Sonntage, die Privatisierung lohnender Stromnetzbetreiber, die Finanzmafia soll durch die Beseitigung sämtlicher Möglichkeiten zur politischen Einflussnahme gestärkt werden, die griechische Verwaltung soll „modernisiert“ und ihre Kosten gesenkt, (entpersonalisiert) werden. Dann wird alles gut. So müssen es Merkel und Schäuble anscheinend versprochen haben. Wie in Deutschland mit seinem 7-Millionen-Arbeitslosen-und Hartz-IV-Aufstocker-Heer als die heute geltende allgemeine Verheißung des Kapitalismus, die sicher auch schon bald wieder Makulatur sein wird.

Jeder französische Soldat trägt den Marschallstab in seinem Tornister, impfte bereits Napoleon seinen Soldaten ein, so wie jeder seines Glueckes eigener Schmied ist falls er nur fest daran glaubt. Napoleon machte sich in Moskau 1812 schnell in einer Kutsche aus dem Staub, oder Schnee wie es wohl treffender heißt, hinterließ eine geschlagene Armee die auf ihrer mühseligen Flucht aus Russland ihre Napoleon-Gefolgsamkeit sicherlich, aber eben zu spät, tief bedauerte, als die Russen Napoleons Herrschaft über Europa den Anfang vom Ende in Moskau bereiteten. Von den 610.000 Soldaten der „Grande Armée“ sollen nur 20.000 bis 80.000 überlebt haben. Die Schätzungen liegen weit auseinander. 130 Jahre später machte der deutsche Gröfaz („Größter Feldherr aller Zeiten“) Adolf Hitler, die gleiche Erfahrung wie Napoleon nur mit dem Unterschied, dass er sich gar nicht erst die Mühe machte selber mit seinen Truppen nach Russland mitzumarschieren. Er blieb vorausschauend in Berlin und hockte lieber mit Blondie in seinem geliebten Bonker verdrängte das Ende und glaubte bis zuletzt an einen Endsieg. Ein klarer Fall von Wahrnehmungsstörungen. Die Entwicklung geht weiter und rührt sich trotzdem nicht von der Stelle.

Fabriken und Unternehmen, der heutige Großgrundbesitz, sind fest in den Händen von Großaktionären, den Großgrundbesitzern unserer Zeit. So wie wir sie aus der Zeit des Feudalismus nur noch aus Büchern kennen. Die Arbeitnehmer befinden sich wieder in einem Zustand von Abhängigkeit, der seit der Einführung der Globalisierung in den letzten dreißig/vierzig Jahren durch sogenannte „Reformen“ immer mehr Platz einnimmt, die arbeitende Bevölkerung ärmer macht und sie wieder als Hörige in die Arme ihrer Ausbeuter zurückführte wo sie als persönlich Abhängige ihr Dasein fristen.

Nicht gerade die feine, demokratische Art seinen Anspruch auf die Herrschaft über den Planeten geltend zu machen. Sondern ein Rückfall in die „gute alte Zeit“ der Barbarei…

[Quelle – Gegenmeinung]

In Griechenland wurde das Volk befragt – In Deutschland Meinungsumfragen bestellt 4.56/5 (91.11%) 18 votes

Die Unterhändler der Finanzoligarchie – Merkel und Schäuble

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Diese Griechen-Sache entwickelt ich immer mehr zu einem hochkriminellen Erpressungsakt. Wenn das die Werte der Merkel sind, wenn das die Werte der EU sind, wenn das die Werte der Gemeinschaftswährung sind, sch… der Bürger auf all diese Werte. Jeder Bürger in Europa weiß, dass Griechenland den Arsch nicht hoch bekommt, dass Griechenland weder Zugeständnisse machen kann noch Reformen durchsetzen wird, denn das Land ist seit 5 Jahren fix und fertig.

13. Juli 2015

Von Henry Paul

Die schlauen und fachspezifischen Reden von Wiederaufbau, von Tragfähigkeit, von Verzögerung, von unbedingter Gemeinschaft, von all diesem Unsinn der nicht ehrlichen Fachleute sind Lügen und Schaumschlägerei gekaufter Vollpfosten, die denken, wenn sie uns mit Fachgesülze volllabern, würden die Bürger ehrfurchtsvoll nicken. Nichts von alledem. Der Bürger weiß, dass diese Schaumschlägerei nur der Deckmantel für das totale Versagen der gesamten europäischen Politiker-Kaste ist.

Der Bürger weiß, dass all diese Politiker sich vor den Machenschaften der USA verkriechen und wie die läufigen Hündinnen den geilen Hunden hinterherlaufen, weil sie gedeckt werden wollen. Hier geht es um die geopolitische Vormacht der USA gegenüber Europa und der Welt. Europa und die EU sind die Master-Modelle für das kriegerische Schachspiel, um Russland ins Schach und dann ins Matt zu setzen.

Hier können die europäischen Bürger hautnah verfolgen, was Politik für ein dreckiges Erpresser-Geschäft ist. Hier können alle Bürger sehen, dass ihr Geld vorsätzlich als Kreditrisiko verschleudert wird, und sie können sehen, dass sie all das, was die Politiker verbrochen haben, zahlen müssen, obwohl sie es nicht wollen. Aber die Politiker lügen die Bürger ganz schamlos an, sie erzählen ihnen, dass man auf dem guten Weg sein, das alles gut wird und dass die Rettung ja bei den anderen auch geklappt habe. Sie erzählen uns Bürgern, dass der alleinige Schuldige Griechenland sei und dass man jetzt mal harte Bandagen anlegen solle. Sie verschweigen, dass sie den Griechen im vollen Bewusstsein der Unmöglichkeit massenhaft Geld reingedrückt hatten, obwohl jeder schon damals wusste, dass es nie zurückkommt.

Sie verschweigen, dass bisher Nichts geklappt hat; dass die Schulden in allen Ländern höher sind als zu Beginn der Rettung; dass kein Schuldenland jemals aus dem Schlamassel heraus kommen kann; dass Reformen unsinnig sind, weil es sich nicht um Reformen, sondern um die planvolle Zerstörung jeden Landes handelt und dass es sich hier um ein mieses, faules, stinkiges Theaterstück der Merkel, der Lagarde, des Schäuble, der ZDF-Reporter und ARD-Journalisten handelt, um dem Bürger das Märchen von der starken Kanzlerin vorzulesen. Diese Kanzlerin ist in Wahrheit aber schwach, extrem schwach, sie ist gefügig, willig, willfährig und sie ist verdammt verlogen, denn sie lügt das deutsche und europäische Volk schamlos an. Egal wer sich dazu im TV äußert: Schulz, Juncker, Lagarde, Deijsselblom, wer auch immer – sie alle sind Statisten und Garde der zweiten und dritten Reihe, die sich in den Vordergrund spielen wollen und lügen, dass sich die Bühnen-Balken biegen. Es hilft dennoch nicht: der Bürger weiß, dass das alles fauler Zauber ist. Und Merkel total voll Scheiße gebaut hat, um es modern zu interpretieren.

Jeder Bürger weiß, dass die USA als Ziehmutter der EU nicht dulden wird, dass ein Land aus der EU oder dem Euro-Raum ausbrechen wird. Weil die USA das nicht erlauben. Weil die USA unseren Kontinent Europa strategisch missbrauchen wird. Weil die USA Frau Merkel unter Druck setzen, alle Länder trotz aller Schwierigkeiten und Schulden zusammenhalten muss, weil die USA den Kontinent – unseren Kontinent – für ihre dreckigen Machtspiele gegen Russland missbrauchen, ja vergewaltigen wollen. Den USA ist es egal, wer die Schulden bezahlen wird; sie sind es jedenfalls nicht und der IWF auch nicht. Der Schuldenschnitt wird von uns bezahlt, die Schulden werden von uns bezahlt und die Auswirkungen aus diesem Drecksspiel werden auch von uns bezahlt. Die Kanzlerin Merkel hat den USA die Genehmigung erteilt, uns zum Vasallen zu machen. Nun muss sie bekennen und die Hosen runter lassen, weil NICHTS, aber gar nichts geklappt hat; sie ist ganz einfach zu feige, den Bürgern IHR Scheitern einzugestehen.

Die EU ist kaputt. Der Euro ist kaputt. Da lässt sich nichts mehr reparieren. Da werden nur noch mehr Milliarden verbrannt, die wir zahlen müssen. Da werden noch mehr schädliche Auswirkungen zusammengetragen, bis zum bitteren Ende des Krieges gegen Russland. Der Gedanke der EU war der Beginn des Desasters. Die Fortsetzung der laufenden Vertiefung war das Eingeständnis europäischer Vasallen-Politiker, sich nicht den Usurpationsmächten der USA entgegenzustemmen und seit 2008 und der niedergehenden US-Ökonomie wird der Akzelerator freudig von europäischen Politikern umgesetzt: noch mehr Schuldenrettung, noch mehr IWF-Reformen, noch mehr Unsinn, damit die Zerstörung Europas noch schneller vorankommt.

In den Geschichtsbüchern wird eines Tages stehen, dass eine junge, unerfahrene FDJ-Agentin mit dem Decknamen ‚IM Erika‘ sich dank konzertierter US-Geheimdiplomatie eine Partei gekapert hatte und die Alten tatenlos zusahen, wie diese Kanzlerin Deutschland systematisch an die USA verscherbelt hatte und aufgrund der Direktiven aus den USA ganz Europa manipulierte – zum Wohle der Hegemonial-Macht USA. Da wird drinstehen, dass diese Kanzlerin die Demokratien auflöste, dass diese Kanzlerin alle Nationen auflöste und dass diese Kanzlerin ganz Europa stalinistisch in ein totalitäres System umformte. Nur deswegen wird dort auch stehen, dass aufgrund dieser gesetzlosen und undemokratischen Vorkommnisse die USA einen Krieg gegen Russland vom Zaun brechen konnten und ganz Europa, speziell das Herzland Deutschland verwüstete. Der Krieg konnte nicht gewonnen werden, doch das Primär-Ziel der USA wurde erreicht: Deutschland kaputt, die EU als Ökonomie-Wettbewerber kaputt, Russland als Wettbewerber kaputt; die USA wird doch noch One World.

Jeder, der heute noch vom Erfolg des Euro spricht und von der Gemeinschaft der EU als Erfolgsgeschichte spricht, tut das im vollen Bewusstsein der vollkommenen Lüge. Die EU ist kaputt, der Euro ist kaputt. Beide Systeme haben sich nicht nur überlebt, sondern sind seit Beginn an dysfunktional und unrecht. Niemals wurden solche Verbrechen vorher so vehement und so korrupt von einer kleinen Reichen-Mafia geplant, von einer minimalen Politikerclique in Szene gesetzt, von vielen hauptberuflichen Politikern exekutiert und von so vielen Bürokraten gestützt. Noch nie hat es solch ein weltumspannendes Korruptionssystem gegeben, das 700 Millionen Menschen in Geiselhaft nehmen konnte und sie ins Verderben führte. Noch niemals haben sich so viele Journalisten kaufen lassen und die nicht-informierten Bürger so schamlos belogen und fehlinformiert, obwohl sie wussten, dass das System hoch-kriminell ist und uns alle vernichten wird.

Deshalb darf man ganz schamlos das Fazit ziehen: Die Kanzlerin, ihr Finanzminister und ihre Kollegen in der EU sind Verbrecher, sie lügen auf permanenter Basis, sie vertuschen die Fakten, sie sind selbst gekauft und erpresst, sie sind feige, und ihres Amtes nicht würdig. Sie agieren wie Verbrecher, sie agieren gegen die Völker, sie agieren im Sinne der TSFC, der Mini-Clique der superreichen Familien der internationalen Finanzmafia. Wir Bürger haben keine Chance des Entrinnens, außer: wir lassen uns das einfach nicht mehr bieten. Wir stehen auf und wehren uns. Wir müssen alle auf die Straßen gehen, den Job liegen lassen, nichts mehr einkaufen, vor die Paläste der Regierungen ziehen und tagelang so lange Protest schreien, bis es die Politik hört, bis die Politik Angst bekommt, bis die Politik auch agiert und wenn es dann zu den ultima-ratio-Aktionen der Politik kommt, wie z.B. Spezialkräfte-Einsatz gegen das Volk, werden auch wir wahrscheinlich zu Spezial-Handhabungen kommen und uns entsprechend wehren. Die neuen Griechen haben es gesagt: es ist eine Sache unserer Würde und Ehre. Denn wenn wir es nicht tun, werden wir dasselbe erleben, was die Bürger 33 bis 45 erlebt haben – und dann sind wir genauso schuldig…

[Quelle – contra Magazin]

Die Unterhändler der Finanzoligarchie – Merkel und Schäuble 4.43/5 (88.70%) 23 votes

Interview von Sergey Lawrow

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Interview von Sergey Lawrow für die Beilage “Russia Beyond The Headlines” der Zeitung “Handelsblatt”Der siebzigste Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges ist nicht nur ein Anlass, der Opfer zu gedenken, sondern auch, die Versöhnung der beiden ärgsten Gegner in diesem Krieg, der Russen und der Deutschen, zu würdigen. Die beiden Länder haben einen langen Weg über die erste Aufnahme wirtschaftlicher Beziehungen bis hin zu einer neuen strategischen Partnerschaft zurückgelegt. Heute befinden sich die Beziehungen angesichts der Ukraine-Krise auf einem neuen Tiefpunkt. Auf beiden Seiten macht sich Enttäuschung breit.Was bleibt von der jahrzehnte-
langen Anstrengung zur Aussöhnung zwischen den beiden Völkern? Welche Rolle können Unternehmen und Wirtschaft spielen, um die negative Tendenz im Verhältnis zwischen Russland und Deutschland zu brechen, und welche gemeinsamen Interessen verbinden die beiden Länder in Europa heute trotz der aktuellen politischen Krise? RBTH bat den russischen Außenminister Sergej Lawrow zum Gespräch.

Den Beziehungen zu Deutschland wurde in Russland schon immer eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt — wir verfügen über langjährige und tiefgehende Beziehungen in Politik, Kultur und natürlich auch in der Wirtschaft. Welche Rolle können und müssen Wirtschaft und Unternehmer spielen, um das Vertrauen zwischen unseren beiden Ländern wieder zu stärken, vor allem in Zeiten des Abbaus politischer Kontakte, wie es in jüngster Zeit wegen der vom Westen gegen Russland verhängten Sanktionen zu beobachten ist?

Über viele Jahrzehnte hinweg waren die Beziehungen zwischen un
seren beiden Staaten ein wichtiger Faktor der europäischen Politik. In den letzten Jahren hatten unsere Beziehungen einen tatsächlich facettenreichen Charakter und erstreckten sich praktisch auf alle Bereiche der Zusammenarbeit – angefangen bei Politik 
und Wirtschaft bis hin zu Kultur und Wissenschaft.

Wir stellen mit Bedauern fest, 
dass Berlin unter dem Vorwand der internen Ukraine-Krise die wichtigsten bilateralen Mechanismen der Zusammenarbeit zurückgefahren und eine Reihe bedeutender gemeinsamer Projekte und 
anderer Ausrichtungen der Zusammenarbeit eingestellt hat.Erstmals seit vielen Jahren ist der Warenumsatz zurückgegangen – nach russischen Angaben um 6,5 Prozent auf 70,1 Milliarden US-
Dollar.

Es ist klar, dass bei diesem deutlichen Rückgang der Intensität des politischen Dialogs – zu dem es nicht auf unser Betreiben hin 
gekommen ist – den Wirtschaftskreisen beider Staaten eine größere Rolle zukommt, und zwar 
vor allem, um die Atmosphäre des Vertrauens und desgegenseitigen Verständnisses zu erhalten, eine po
sitive Agenda durchzusetzen und die Grundlagen für unsere zukünftigen Beziehungen zu schaffen, die – dessen bin ich mir sicher – über ein riesiges, schier unerschöpfliches Potenzial verfügen.

Unsererseits führen wir einen regelmäßigen Dialog mit der Geschäftswelt in Deutschland, erörtern die Aussichten für die gemeinsame Arbeit und konkrete Projekte. Ich habe mich im vergangenen Halbjahr zweimal – in Moskau und München – mit den „Kapitänen” der deutschen Wirtschaft getroffen. Die Chefs führender deutscher Unternehmen, die sich in Russland engagieren, machten keinen Hehl aus ihrer Besorgnis über die von der Europäischen Union in Gang gesetzte Sanktionsspirale und erklärten ihre Bereitschaft, die Arbeit mit den russischen Partnern fort-zuführen.

Ich möchte daran erinnern, dass Anfang der fünfziger Jahre, noch vor der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen der Sowjetunion und der Bundesrepublik Deutschland, es eben deutsche Unternehmer waren, die eine Vorreiterrolle bei der Wiederaufnahme der gegenseitig vorteilhaften Zusammenarbeit gespielt haben. Dies bezieht sich in vollem Maße ebenso auf die Ära des Kalten Krieges, als das berühmte „Gas-Röhren-Geschäft” abgeschlossen wurde, das sinngemäß die Grundlagen für unsere Energiepartnerschaft geschaffen hat.

Ich bin überzeugt, dass die Logik einer gleichberechtigten Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil auch heute wieder die Oberhand gewinnen wird. Gerade ein solcher Ansatz entspricht den Grundinteressen der Geschäftswelt, der Völker Russlands und Deutschlands, ja auch der gesamten Europäischen Union.

Welche gemeinsamen Interessen verbinden Moskau und Berlin bei ihrem Bestreben, die Ukraine-Krise zu überwinden und die negativen Tendenzen in der Entwicklung der internationalen Lage aufzuhalten?

Die interne Ukraine-Krise nimmt eine vorrangige Stellung im außenpolitischen Dialog zwischen Russland und Deutschland ein. Wir sind uns darüber einig, dass eine Eskalation der Spannungen sowohl für die Ukraine selbst als auch für das gesamte System der europäischen Sicherheit äußerst negative Folgen haben würde.

Eben deshalb sind unsere beiden Länder an einer schnellstmög
lichen und allumfassenden Beilegung der Krise interessiert, und zwar auf der Grundlage der strikten Umsetzung sämtlicher Punkte der Minsker Abmachungen vom 12. Februar, und arbeiten im 
Rahmen des sogenannten„Normandie-Quartetts” (Russland, 
Deutschland, Frankreich und die Ukraine, Anm. der Red.) eng zusammen.

Am 13. April hat in Berlin ein Außenministertreffen der Staaten im Normandie-Format stattgefunden. Im Ergebnis des Treffens wurde in einer Erklärung die Einhaltung der Minsker Vereinbarungen bekräftigt und die Notwendigkeit unterstrichen, den Beschluss über die Feuereinstellung sowie über den Abzug schwerer Waffen vollständig umzusetzen, die dringendsten humanitären Probleme anzugehen, den politischen Prozess und die Verfassungsreform unter Berücksichtigung der Interessen aller Regionen und Bürger der Ukraine voranzutreiben.

Es sei zu hoffen, dass Berlin, ähnlich wie Moskau, nicht an einer neuen tiefen Spaltung Europas 
interessiert ist, welche die Möglichkeiten der Völker für die Suche nach zuverlässigen Quellen einer nachhaltigen Entwicklung sowohl im Westen als auch im Osten des Kontinents deutlich einschränken würde.

Es ist vollkommen klar, dass die Zerrüttung in den europäischen Angelegenheiten sich negativ auf die Fähigkeit der führenden Staaten der Welt auswirkt, fruchtbar im Interesse der Lösung internationaler Probleme zusammenzuarbeiten, einschließlich der Fragen der Nichtverbreitung von 
Massenvernichtungswaffen und der Rüstungskontrolle sowie der Bekämpfung des Extremismus und des Terrorismus.

Das gilt ebenso für regionale Konflikte, vor allem für die explosive Lage im Nahen Osten und in Nordafrika. Denn heutzutage zeigt uns die gesamte Logik der Entwicklung in der Welt, dass wir nur 
dann eine effektive Antwort auf die vielfältigen Herausforderungen und Gefahren finden können, wenn wir unsere Anstrengungen bündeln.

Nach unserer Überzeugung ist es notwendig, von der Gewohnheit wegzukommen, jedes Problem 
separat zu betrachten, denn sonst sieht man den Wald vor lauter 
Bäumen nicht. Unsere interdependente Welt durchläuft zurzeit ei
ne komplizierte und turbulente Phase. Unter diesen Bedingungen führt das Fehlen einer strategischen globalen Vision dazu, dass wir Gefahr laufen, nicht mehr in der Lage zu sein, entsprechende angemessene Entscheidungen zu treffen.

Wir verzichten nicht auf die Zusammenarbeit. Zumal Russland ein ständiges Mitglied des UN-
Sicherheitsrats ist und deshalb eine besondere Verantwortung für die Wahrung des internationalen Friedens und der Sicherheit trägt. Wir rechnen damit, dass der 
gesunde Menschenverstand letztendlich die Oberhand gewinnen wird.

Zur Überwindung der Meinungsverschiedenheiten mit Berlin über solche Fragen wie die Angliederung der Krim an Russland und die Lösung des innerukrainischen Konflikts ist es notwendig, neue Anknüpfungspunkte zu finden. Ihr deutscher Amtskollege Frank-Walter Steinmeier sprach sich vor Kurzem für Gespräche zwischen der Europäischen Union und der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) aus. Wie realistisch ist die Wiederherstellung der deutsch-russischen Partnerschaftsbeziehungen im Rahmen eines breiter angelegten Dialogs zwischen der EAWU und der EU?

Wir stellen mit Genugtuung fest, dass unsere europäischen Partner, darunter auch die deutschen, immer aufgeschlossener gegenüber der Idee einer Harmonisierung der Integrationsprozesse auf dem europäischen Kontinent werden. Als erster Schritt sollte ein direkter Dialog zwischen der Europäischen Union und der Eurasischen Wirtschaftsunion aufgenommen werden.

Unsererseits unterstützen wir voll und ganz diese Haltung. Wir betrachten diese Arbeit als wichtigsten Meilenstein auf dem Weg zu einem einheitlichen wirtschaftlichen und humanitären Raum vom Atlantik bis zum Pazifik auf den Grundlagen einer gleichen und unteilbaren Sicherheit und einer breit angelegten Zusammenarbeit. In diesem Zusammenhang möchte ich daran erinnern, dass der russische Präsident Wladimir Putin im Januar des vergangenen Jahres eine Initiative gestartet hat, mit dem Ziel, Verhandlungen aufzunehmen über die Einrichtung einer Freihandelszone zwischen den beiden Integrationsgemeinschaften bis zum Jahre 2020.

Für die Annäherung zwischen der EU und der EAWU gibt es alle not
wendigen Voraussetzungen, einschließlich einer hohen Komplementarität der Wirtschaften und der Einhaltung einheitlicher Handelsregeln. Die Tatsache, dass das eurasische und das europäische Integrationsmodell sich auf die Normen der WTO stützen, schafft eine gute Grundlage für eine sachbezogene Arbeit zum Abbau der Handels- und Investitionsbarrieren sowie zur Harmonisierung der rechtlichen Regelungen, der Geschäftsregeln und der technischen Standards.

Es ist offensichtlich, dass die praktische Umsetzung der Idee der „Integration der Integrationen” dazu beitragen würde, das Vertrauen in unseren gemeinsamen Konti
nent zu stärken und die wirtschaft
liche Zusammenarbeit auf ein prin
zipiell neues Niveau anzuheben. In diesem Sinne würde sie auch den deutsch-russischen Beziehungen nutzen, weil Deutschland einer der wichtigsten Handels- und Investitionspartner Russlands bleibt.

Wir rechnen damit, dass den Erklärungen der europäischen Politiker, einschließlich Frank-Walter Steinmeier, konkrete Schritte seitens der EU-Institutionen zur Einrichtung direkter Arbeitskontakte mit den Exekutivbehörden der Eurasischen Wirtschaftsunion folgen.

Viele Experten sowohl von der deutschen als auch der russischen Seite sagen, Deutschland verzichte auf seine bisherige Politik gegenüber Russland. Welche langfristigen Folgen hat dies Ihrer Meinung nach für die deutsch-russischen politischen Beziehungen und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern? Halten Sie eine weitere Eskalation der Ukraine-Krise und in deren Folge eine militärische Auseinandersetzung in Europa für möglich?

In der Geschichte der Beziehungen zwischen Russland und Deutschland gab es viele scharfe Kurven – es gab tragische Seiten, aber auch beeindruckende Errungenschaften zum Wohle unserer Völker und des ganzen europäischen Kontinents.

Unsere Staaten haben in der Nachkriegszeit im buchstäblichen Sinne ihre Versöhnung durchlitten. Im Ergebnis ist es uns gelungen, ein neues Niveau der strategischen Partnerschaft und einer gegenseitig vorteilhaften Zusammenarbeit zu erreichen. Wir sehen darin das Unterpfand für die weitere erfolgreiche Entwicklung unserer bilateralen Beziehungen als auch für die Stabilität und das Gedeihen Europas im Ganzen.

Es ist offensichtlich, dass ein langfristiger Abwärtstrend in der deutsch-russischen Zusammenarbeit negative Folgen nicht nur für die beiden Länder und deren Wirtschaften, sondern auch für die gesamte euroatlantische 
Region haben würde. Besonders besorgniserregend ist die Gefahr einer neuen „Entfremdung” der Russen und Deutschen, denn das hohe Maß an Respekt und Vertrauen zwischen den beiden Völkern ist unser Gemeingut.

Gleichzeitig bin ich davon überzeugt, dass gemeinsame Anstrengungen mit ein wenig gutem Willen den gegenwärtigen ungünstigen Trend aufhalten können. Dann könnten wir die Arbeit an einer weiteren Entwicklung der gleichberechtigten Partnerschaft zum gegenseitigen Vorteilwiederaufnehmen. Wir sind offen für alle vernünftigen Initiativen von der deutschen Seite, die zur Gesundung der Lage beitragen. Eine wichtige Rolle bei diesen Anstrengungen spielt dabei die Öffentlichkeit unserer Länder, unter anderem im Rahmen des Petersburger Dialogs.

Über die Aussichten für die Regelung der internen Ukraine-Krise habe ich bereits gesprochen – sie hängen unmittelbar von der strikten Einhaltung sämtlicher Punkte der Minsker Vereinbarungen vom 12. Februar durch alle Seiten ab. Jegliche Versuche Kiews, die Kampfhandlungen 
wieder aufzunehmen, wären ein kolossaler, tragischer Fehler.

Ich wiederhole: Wir und unsere deutschen Partner sind uns dessen gut bewusst, welche Auswirkungen eine Eskalation des Konfliktes für das gesamte Europa 
und die internationale Lage im Ganzen haben könnte. Wir sind bestrebt, auch weiterhin die Anstrengungen in dieserAngelegenheit zu koordinieren.

[Quelle – Botschaft der rüssischen Föderation in Deutschland]

Interview von Sergey Lawrow 4.67/5 (93.33%) 18 votes

Paul Craig Roberts warnt eindringlich vor der wachsenden Kriegsgefahr

Zitat

April 2015

Die von Luftpost Friedenspolitische Mitteilungen aus der US-Militärregion Kaiserslautern/Ramstein überarbeitete deutsche Übersetzung eines Interviews, das der Herausgeber der Website „The Vineyard Of The Saker“ mit dem US-Wirtschaftswissenschaftler Paul Craig Roberts geführt hat.

Übersetzung Ilja Schmelzer, 25. März 2015

Ich wollte Paul Craig Roberts schon lange interviewen. Seit vielen Jahren verfolge ich, was er schreibt, und die Interviews, die er gibt, und jedes Mal wenn ich las, was er zu sagen hatte, hoffte ich, eines Tages das Privileg zu bekommen, ihn über die Mächtigen im Hintergrund, den „Deep State“, der das US-Imperium in Wirklichkeit beherrscht, befragen zu können. Vor kurzem haben ich ihm eine E-Mail mit der Bitte um ein Interview geschickt; er hat bereitwillig zugestimmt, und bin ihm dankbar für sein Entgegenkommen.

Der Saker


Der Saker: Es ist für viele, wenn nicht für die meisten, ziemlich offensichtlich geworden, dass die USA keine Demokratie oder Republik mehr sind, sondern eine Plutokratie, die von einer kleinen Elite beherrscht wird, die manche “das 1%“ nennen. Andere sprechen vom „Deep State“. Daher meine erste Frage: Würden Sie sich bitte die Zeit nehmen, den Einfluss und die Macht der von mir genannten Gruppierungen einzeln zu beschreiben? Können Sie insbesondere die nachfolgend in zufälliger Reihenfolge genannten Institutionen in das Machtgefüge der USA einordnen und sagen, welche Entscheidungen treffende „Spitzenpositionen“ und welche Entscheidungen umsetzende „mittlere Positionen“ innehaben?

Die Federal Reserve,
die Großbanken,
die Bilderberger,
der Council on Foreign Relations,
die (Verbindung) Skull & Bones,
die CIA,
Goldman Sachs und andere Spitzenbanken,
die 100 führenden Familien”, z. B. die Rothschilds, Rockefellers, die niederländische Königsfamilie, die britische Königsfamilie und andere,
die Israel-Lobby,
die Freimaurer und ihre Logen,
das Big Business, z. B. die Ölkonzerne, der Militärisch-industrielle Komplex und andere oder von mir nicht genannte Personen oder Organisationen?

Wen, welche Gruppierung, welche Institution würden Sie als das die Politik der USA tatsächlich bestimmende Machtzentrum ansehen?

Paul Craig Roberts: Die USA werden von privaten Interessengruppen beherrscht, die der neokonservativen Ideologie anhängen, dass die USA „der von der Geschichte auserwählte einzigartige Staat“ seien, der das Recht und die Verpflichtung habe, in der ganzen Welt seinen Willen durchzusetzen.

Meiner Meinung nach sind die mächtigsten privaten Interessensgruppen

der Militärisch-industrielle Komplex,
die 4 oder 5 Riesenbanken, die „zu groß sind, um sie bankrott gehen zu lassen“, und
die Wall Street,
die Israel-Lobby,
die Agrarindustrie und
die Grundstoffindustrien in den Bereichen Ölförderung, Bergbau und Holzverarbeitung.

Die Interessen dieser Gruppierungen stimmen mit denen der Neokonservativen überein. Die neokonservative Ideologie prägt den finanziellen und militärpolitischen US-Imperialismus und sein Streben nach Vorherrschaft.

Es gibt keine unabhängigen amerikanischen TV- oder Printmedien mehr. In den letzten Jahren des Clinton-Regimes wurden 90 Prozent der TV- und Printmedien von sechs Medienkonzernen geschluckt. Während des Bush-Regimes hat auch noch das National Public Radio seine Unabhängigkeit verloren. Deshalb nehmen die US-Medien heute nur noch die Aufgaben eines Propagandaministeriums (der tatsächlich Herrschenden) wahr.

Beide politischen Parteien, die Republikaner und die Demokraten, sind von Wahlspenden der gleichen privaten Interessengruppen abhängig, beide Parteien tanzen also nach der gleichen Pfeife. Die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland hat die Industriegewerkschaften zerstört und damit auch den Demokraten deren finanzielle Unterstützung entzogen. Früher haben die Demokraten einmal die arbeitende Bevölkerung und die Republikaner die Geschäftswelt unterstützt.

Die Federal Reserve dient nur den Banken, vor allem den großen. Sie wurde als letzter Kreditgeber der Banken geschaffen, um sie zu retten, wenn sehr viele Kunden auf einmal ihr Geld abheben oder Anleger ihre Einlagen zurückfordern würden. Der Vorstand der Fed in New York, die für finanzielle Interventionen zuständig ist, setzt sich aus Vertretern der Großbanken zusammen. Die letzten drei Chefs der Federal Reserve waren Juden, und ihr augenblicklicher Vizechef war früher Chef der Israelischen Zentralbank. Juden spielen eine große Rolle im Finanzsektor, zum Beispiel bei Goldman Sachs. Die in den letzten Jahren amtierenden US-Finanzminister und Chefs der Regulierungsbehörden des Finanzsektors waren vorher in den Banken tätig, die für die Betrügereien und die übermäßige Verschuldung verantwortlich waren, die zur letzten Finanzkrise geführt haben.

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts haben die Federal Reserve und das Finanzministerium nur den Interessen der Großbanken gedient. Das geschah auf Kosten der Wirtschaft und der Bevölkerung. So bekommen zum Beispiel Menschen im Ruhestand seit acht Jahren keine Zinsen mehr auf ihre Rücklagen, damit die Finanzinstitute kostenlose Kredite aufnehmen und damit viel Geld machen können.

Unabhängig davon, wie reich einige Familien sind, sie können mit finanzstarken Interessengruppen wie dem militärisch- sicherheitstechnischen Komplex, der Wall Street und den Großbanken nicht mithalten. Natürlich versuchen auch die traditionell reichen Familien ihre Interessen durchzusetzen, und einige, wie die Rockefellers, haben deshalb Stiftungen, die meist Hand in Hand mit der National Endowment for Democracy arbeiten, und gemeinsam mit ihr pro-amerikanische Nichtregierungsorganisationen / NGOs in Ländern finanzieren, in denen die USA ihren Einfluss vergrößern oder sogar die Regierung stürzen wollen, wie das gerade in der Ukraine passiert ist. Diese NGOs sind faktisch die 5. Kolonne der USA, setzen sich aber angeblich für die „Menschenrechte“ oder die „Demokratie“ ein. Ein chinesischer Professor hat mit erzählt, die Rockefeller Foundation habe sogar eine US-amerikanische Universität in China gegründet, an der oppositionelle Chinesen studieren können. Noch vor einiger Zeit und möglicherweise sogar heute noch gab es in Russland hunderte, vielleicht sogar fast tausend von den USA und Deutschland finanzierte NGOs.

Ich weiß nicht ob die Bilderberger etwas Ähnliches tun. Möglicherweise handelt es sich einfach nur um sehr reiche Leute, die Regierungsvertreter beeinflussen wollen, um ihre Interessen durchzusetzen. Ich habe noch niemals erlebt, dass Bilderberger, Freimaurer oder die Rothschilds Entscheidungen des Kongresses oder der Exekutive direkt zu beeinflussen versuchten.

Der Council on Foreign Relations ist hingegen sehr einflussreich. Er besteht aus früher aktiven Politikern und Akademikern, die sich mit Außenpolitik und internationalen Beziehungen beschäftigen. Seine Publikation Foreign Affairs ist das führende Forum für Außenpolitik. Dem Council gehören auch einige Journalisten an. In den 1980ern wurde ich einmal als Mitglied vorgeschlagen, aber nicht gewählt.

Skull & Bones ist eine geheime Studentenverbindung und Ehemaligenorganisation der Yale University. Einige Universitäten haben solche geheimen Bruderschaften. Die University of Virginia hat eine und die University of Georgia. Diese Bruderschaften haben keine geheimen Herrschaftspläne oder Entscheidungsmacht. Ihr Einfluss ist beschränkt auf die Pflege persönlicher Beziehungen der Mitglieder untereinander, die meist aus Elitefamilien stammen. Meiner Meinung nach existieren diese Bruderschaften um den Elitestatus ihrer Mitglieder zu fördern.

Der Saker: Was können Sie über Einzelpersonen sagen? Wer gehört Ihrer Meinung nach heute zu den Mächtigsten? Wer hat das letzte Wort bei wichtigen strategischen Entscheidungen?

Paul Craig Roberts: Die NATO ist ein US-Geschöpf, das Europa angeblich vor einer sowjetischen Invasion schützen sollte. Dieser Zweck ist 1991 (mit der Auflösung der Sowjetunion) entfallen. Heute dient die NATO nur noch zur Tarnung von US-Aggressionen und liefert Söldner für das US-Imperium. Großbritannien, Kanada, Australien (und Neuseeland) sind auch nur noch US-Vasallen, genau wie Deutschland, Frankreich, Italien, Japan und die übrigen von den USA kontrollierten Staaten. Sie alle sind keine Partner, sondern einfach nur Vasallen. Washington regiert sein Imperium ganz allein und duldet keinen Einspruch.

Die USA schätzen die EU, weil sie einfacher als einzelne Staaten zu kontrollieren ist.

Der Saker: Es wird oft gesagt, Israel kontrolliere die USA. Chomsky und andere behaupten, die USA kontrollierten Israel. Wie würden Sie die Beziehung zwischen Israel und den USA charakterisieren – wackelt der Hund mit dem Schwanz oder der Schwanz mit dem Hund? Würden Sie sagen, dass die Israel-Lobby die USA völlig unter Kontrolle hat, oder gibt es noch andere Kräfte, die stärker als die Israel-Lobby sind und ihre eigene Agenda durchsetzen können?

Paul Craig Roberts: Ich habe niemals irgendwelche Beweise dafür gesehen dass die USA Israel kontrollieren. Alles weist darauf hin, dass Israel die USA kontrolliert, besonders die US-Politik im Mittleren Osten. In den letzten Jahren ist es Israel oder der Israel-Lobby sogar gelungen, die Vergabe akademischer Positionen wie die Festanstellung von Professoren in den gesamten USA zu kontrollieren oder zu blockieren, wenn die Bewerber als israelkritisch angesehen wurden. Israel hat es erreicht, auch in katholischen und staatlichen Universitäten Festanstellungen und Nominierungen blockieren zu können. Israel kann auch die Nominierung von Präsidentschaftskandidaten verhindern und hat großen Einfluss auf die TV- und Printmedien. Die Israel-Lobby gibt viel Geld für Wahlkampfspenden aus und hat es noch immer geschafft, israelkritische Personen aus dem Repräsentantenhaus und dem Senat zu entfernen. Der Israel-Lobby ist es sogar gelungen, den „schwarzen“ Kongressdistrikt der Afroamerikanerin Cynthia McKinney (s. hier) zu beeinflussen und ihre Wiederwahl zu verhindern. Admiral Tom Moorer, der frühere Chef der Navy und des US-Generalstabes, hat einmal gesagt: “Kein US-Präsident kann sich gegen Israel stellen”. Admiral Moorer konnte nicht einmal eine offizielle Untersuchung der tödlichen israelischen Angriffe auf die „USS Liberty“ im Jahr 1967 (s. hier) durchsetzen.

Jeder der – sogar in wohlmeinender Absicht – die Politik der israelischen Regierung kritisiert, wird sofort zum “Antisemiten” gestempelt. In der US-Politik und in den Medien oder Universitäten der USA ist dieser Stempel der Todesstoß für jeden. Israel-Kritiker könnten auch gleich von einer Hellfire-Rakete getroffen werden.

In der US-Politik und in den Medien oder Universitäten der USA ist dieser Stempel der Todesstoß für jeden. Israel-Kritiker könnten auch gleich von einer Hellfire-Rakete getroffen werden.

The Saker: Welche der 12 Gruppierungen aus meiner Aufzählung haben Ihrer Meinung nach eine Schlüsselrolle bei der Planung und Durchführung der „Operation unter falscher Flagge“ am 11. September 2001 gespielt? Es ist ja schwer vorstellbar, dass die Anschläge in der relativ kurzen Zeit zwischen der Amtseinführung G.W. Bushs und dem 11. September geplant und vorbereitet werden konnten – die Vorbereitungen müssen schon unter Clinton begonnen haben. Könnte es sein, dass der Bombenabschlag in Oklahoma City (s. hier) ein Vorversuch für die Anschläge am 11. September war?

Paul Craig Roberts: Meiner Meinung nach wurden die Anschläge am 11. September 2001 von den Neokonservativen inszeniert; viele von ihnen sind Juden, die Israel und Dick Cheney nahestehen. Die Neokonservativen wollten „ein neues Pearl Harbor“ schaffen, um ihre Eroberungskriege im Mittleren Osten beginnen zu können (s. dazu unbedingt auch hier). Ich weiß nicht, wann die konkreten Planungen begonnen haben, aber Larry Silverstein war offenbar einbezogen, denn er hat das WTC nicht lange vor dem 11.09. gepachtet.

Zum Anschlag auf das Murrah Federal Building in Oklahoma City hat General Partin, ein pensionierter Munitionsexperte der U.S. Air Force, eine Expertise vorgelegt (s. hier), die jeden Zweifel daran ausschließt, dass dieses Gebäude von innen gesprengt wurde und die Autobombe nur der Tarnung diente. Der Kongress und die Medien haben seine Untersuchung aber ignoriert. Der Sündenbock McVeigh stand als Alleinschuldiger schon im Voraus fest, und das blieb die offizielle Story.

Der Saker: Denken Sie, dass die Leute, die heute die USA beherrschen, überhaupt realisieren, dass sie sich auf einem Kollisionskurs mit Russland befinden, der zu einem Atomkrieg führen kann? Wenn ja, warum gehen sie dieses Risiko ein? Glauben sie wirklich, dass Russland im letzten Moment nachgibt, und wenn nicht, dass sie einen Atomkrieg gewinnen können? Fürchten sie nicht, dass sie in einer nuklearen Konfrontation mit Russland alles verlieren könnten, was sie haben – nicht nur ihre Macht, sondern auch ihr Leben?

Paul Craig Roberts: Ich bin darüber genauso verwundert wie Sie. Ich nehme an, dass führende Leute in Washington nicht nur unbeschreiblich überheblich und arrogant, sondern auch mehr oder weniger verrückt sind. Sie glauben wirklich, die USA könnten einen Atomkrieg gegen Russland gewinnen. 2005 oder 2006 ist in Foreign Affairs ein Artikel erschienen, dessen Autoren zu diesem Schluss kamen. (Dieser Artikel ist hier nachzulesen.) Sie halten einen Atomkrieg beim Aufbau eines ABM-Raketenabwehrschildes in Europa (der gerade stattfindet, s. dazu auch hier) durchaus für gewinnbar. Sie gehen davon aus, dass man – im Schutz eines Raketenabwehrschildes – Russland mit einem umfassenden präemptiven Erstschlag so schwer treffen kann, dass es zu einem Vergeltungsschlag, der die USA treffen könnte, nicht mehr in der Lage wäre.

Der Saker: Wie bewerten Sie den aktuellen (wirtschaftlichen) Gesundheitszustand des US-Imperiums? Seit vielen Jahren gibt es klare Zeichen des Niedergangs, aber ein Kollaps zeichnet sich immer noch nicht ab. Glauben Sie, dass ein Kollaps unausweichlich ist, und wie könnte er verhindert werden? Werden wir den Tag erleben, an dem der US-Dollar plötzlich wertlos wird, oder wird ein anderer Mechanismus den Kollaps des US-Imperiums herbeiführen?

Paul Craig Roberts: Die US-Wirtschaft stagniert. Seit Jahrzehnten sind die mittleren Familieneinkommen nicht mehr real angestiegen. Alan Greenspan hat als Fed-Vorsitzender die Ausweitung der Konsumentenkredite benutzt, um das fehlende Wachstum der Konsumenteneinkommen zu kaschieren; die US-Bevölkerung hat sich so hoch verschuldet, dass sie jetzt keine weiteren Kredite mehr aufnehmen kann. Die US-Wirtschaft kann deshalb auch nicht wieder angekurbelt werden. Weil zu viele industrielle und nicht ortsgebundene Dienstleitungsjobs – wie z. B. die Software-Entwicklung – ins Ausland verlegt wurden, ist die Mittelklasse stark geschrumpft. Selbst viele junge Menschen mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium können keine Jobs mehr finden, die ihnen eine unabhängige Existenz sichern. Daher können sie auch keine Familien gründen, Häuser kaufen und sie mit Möbeln und Geräten einrichten. Die Regierung gaukelt geringe Inflationsraten und geringe Arbeitslosenquoten vor, weil sie nicht mehr richtig misst. Die Finanzmärkte sind manipuliert, und der Goldpreis wird trotz steigender Nachfrage bewusst gedrückt – durch den Verkauf ungedeckter Shorts auf dem Futures-Markt (weitere Infos dazu hier). Es ist ein Kartenhaus, das schon länger steht, als ich es für möglich gehalten habe. Wie es aussieht, wird das Kartenhaus so lange stehenbleiben, bis die übrige Welt aufhört, mit US-Dollars zu bezahlen.

Möglicherweise hat das US-Imperium durch die Inszenierung des Konfliktes mit Russland überzogen und die Europäer gegen sich aufgebracht. Wenn beispielsweise Deutschland aus der NATO austräte, würde das Imperium kollabieren, oder wenn Russland auf die Idee käme, Griechenland, Italien und Spanien im Tausch gegen einen Austritt aus der EU und die Abschaffung des Euros finanziell zu unterstützen, wäre das ein tödlicher Schlag für das US-Imperium.

Alternativ könnte Russland Europa auch darauf hinweisen, dass es auch europäische Hauptstädte mit Atomwaffen angreifen würde, falls sich Europa von den USA in einen Krieg gegen Russland hineinziehen ließe.

Der Saker: Russland und China haben etwas historisch Einmaliges getan; sie sind weit über das traditionelle Modell einer Allianz hinausgegangen: Sie haben sich darauf geeinigt, voneinander abhängig zu werden – man könnte sagen, sie haben sich auf eine symbiotische Beziehung geeinigt. Glauben Sie, dass die das US-Imperium Beherrschenden diese tektonische Veränderung verstanden haben, die gerade vor sich geht, oder kümmert sie die Realität so wenig, dass sie das gar nicht mitbekommen haben?

Paul Craig Roberts: Stephen Cohen beklagt, dass es in den USA überhaupt keine außenpolitische Diskussion gibt, das überhaupt nicht mehr kontrovers debattiert wird. Ich denke, die das Imperium Beherrschenden glauben, sie könnten auch Russland und China destabilisieren, wenn sie in Armenien, Kirgistan und Usbekistan bunte Revolutionen anzetteln. Washington ist fest entschlossen, den Aufstieg anderer Mächte zu verhindern. In seiner arroganten Überheblichkeit glaubt es, von der Geschichte auserwählt zu sein und nur Erfolge verbuchen zu können.

Der Saker: Spielen Ihrer Meinung nach Präsidentenwahlen überhaupt noch eine Rolle, und, wenn ja, was erhoffen Sie für 2016? Ich selbst habe große Angst vor Hillary Clinton, weil ich sie für eine außerordentlich gefährliche und völlig rücksichtslose Person halte; können wir bei dem großen Einfluss der Neokonservativen bei den Republikanern überhaupt darauf hoffen, dass sie keinen neokonservativen Kandidaten nominieren?

Paul Craig Roberts: Der neu gewählte Präsident könnte nur etwas ändern, wenn er eine starke Bewegung hinter sich hätte. Ohne Bewegung hat ein Präsident keine unabhängige Macht, und er fände auch keine Mitstreiter, die etwas mit ihm ändern wollten. Präsidenten sind Gefangene. Reagan hatte so etwas wie eine Bewegung hinter sich, die gerade so stark war, dass wir die Stagflation gegen den Widerstand der Wall Street und den Kalten Krieg gegen den Widerstand der CIA und des militärisch-sicherheitstechnischen Komplexes beenden konnten. Außerdem war Reagan schon relativ alt und kam aus einer Zeit, in der die Präsidenten noch Macht hatten, und er machte sogar Gebrauch davon.

Der Saker: Was ist mit den Streitkräften? Können Sie sich vorstellen, dass der Chef des Generalstabs sagt “Nein, Mr. Präsident, das ist verrückt, das werden wir werden nicht tun”, oder glauben Sie, dass die Generäle jeden Befehl ausführen werden, auch den zum Auslösen eines Atomkrieges gegen Russland? Haben Sie irgendeine Hoffnung, dass das US-Militär die „Verrückten“, die augenblicklich die Macht im Weißen Haus und im Kongress haben, noch stoppen könnte?

Paul Craig Roberts: Das US-Militär ist ein Geschöpf der Rüstungsindustrie. Wer General wird, qualifiziert sich damit automatisch als Berater für die Rüstungsindustrie oder für die Führungsetage eines Rüstungskonzerns. Das Militär ist nur das Sprungbrett für die eigentliche Karriere, die erst nach der Pensionierung beginnt, aber das große Geld einbringt. Das US-Militär ist völlig korrupt. Lesen Sie dazu Andrew Cockburns Buch „Kill Chain“.

Der Saker: Wenn die USA wirklich einen Krieg mit Russland provozieren wollen. was sollte Russland dann tun? Solle Russland zurückstecken und eine untergeordnete Rolle akzeptieren, um einen Atomkrieg zu verhindern, oder sollte sich Russland widersetzen und damit einen Atomkrieg riskieren? Glauben Sie, dass Russland mit einer klaren Demonstration seiner Stärke, die USA von einem Angriff abschrecken könnten?

Paul Craig Roberts: Darüber habe ich auch schon oft nachgedacht. Ich weiß nicht, wie sich Russland entscheiden wird. Ich halte Putin für so human, dass er vermutlich lieber nachgeben, als sich an der Vernichtung der Erde beteiligen würde. Aber Putin muss auch auf Strömungen in Russland Rücksicht nehmen, und ich bezweifle, dass die Nationalisten für eine Unterwerfung wären.

Meiner Meinung nach sollte sich Putin auf Europa konzentrieren und die Europäer darauf aufmerksam machen, dass er im Falle eines US-Angriffs keine Wahl hat und die NATO-und US-Basen in Europa (und vor allem die in der Bundesrepublik Deutschland) in einem Gegenschlag vernichten müsste. Putin muss Europa ermutigen, aus der NATO auszusteigen, um den Dritten (und letzten) Weltkrieg zu verhindern.

Putin muss China begreiflich machen, dass die USA auch die Chinesen als Bedrohung ansehen und dass beide Staaten deshalb zusammenstehen müssen. Wenn Russland und China ihre Atomstreitkräfte in ständige Bereitschaft versetzen und der Welt erklären, dass sie das tun, weil sie mit einem präemptiven Atomangriff der USA rechnen müssen, könnte es gelingen, die USA vor der Weltöffentlichkeit an den Pranger zu stellen.

Wenn die indische, japanische, französische, deutsche, britische, chinesische und russische Presse gleichzeitig berichten würden, dass Russland und China einen präemptiven Atomschlag Washingtons befürchten, könnte die Katastrophe vielleicht noch aufgehalten werden.

Aufgrund meiner vielen Interviews mit russischen Medien weiß ich, dass die Russen die Wolfowitz-Doktrin entweder überhaupt nicht kennen oder, die Gefahr, die davon ausgeht, total unterschätzen. Die Russen denken, es gäbe eine Art Missverständnis über die russischen Absichten. Die russischen Medien verstehen nicht, dass Russland zerschlagen werden soll, weil es kein US-Vasall ist. Russen glauben das westliche Gequatsche von “Freiheit und Demokratie” und wollen beides auch in ihrem Land durchsetzen. Mit anderen Worten, die Russen haben überhaupt noch nicht kapiert, dass sie vernichtet werden sollen.

Der Saker: Warum ist Ihrer Meinung nach der Hass auf Russland in den US-Eliten so verbreitet? Ist das ein Überbleibsel aus dem Kalten Krieg, oder gibt es einen anderen Grund für den fast durchgängigen Russenhass in den US-Eliten? Sogar während des Kalten Kriegs war es unklar, ob die USA nur antikommunistisch oder antirussisch waren. Gibt es in der russischen Kultur, im russischen Volk oder in seiner Lebensweise etwas, dass diese Feindseligkeit auslöst, und wenn ja was?

Paul Craig Roberts: Die Feindseligkeit gegenüber Russland geht auf die Wolfowitz-Doktrin zurück: „Unser erstes Ziel ist es, den Wiederaufstieg eines neuen Rivalen auf dem Territorium der ehemaligen Sowjetunion oder anderswo zu verhindern, wenn er eine Gefahr in der Größenordnung darstellt, die früher von der Sowjetunion ausging. Das ist der grundlegende Gedanke für die neue regionale Verteidigungsstrategie; wir müssen also verhindern, dass irgendeine Region von einer feindlichen Macht dominiert wird, deren Ressourcen ihr ermöglichen würden, sich zu einer Weltmacht aufzuschwingen.“

Während sich die USA auf ihre Kriege im Mittleren Osten konzentriert haben, hat Putin Russland wieder stabilisiert und die von Washington geplante Invasion Syriens ebenso wie die Bombardierung des Irans verhindert. Weil die Neokonservativen „das erste Ziel“ ihrer Doktrin nicht aufgeben wollen, muss Russland auf Linie gebracht werden. Das ist der Hauptgrund für den geplanten Angriff Washingtons auf Russland. Deshalb schwadronieren die abhängigen oder gekauften Medien der USA und Europas auch ständig von der „russischen Bedrohung“, um die voreingenommene oder uninformierte westliche Öffentlichkeit (auf einen Krieg gegen Russland) einzustimmen.

Die westlichen Imperialisten stört auch die wiederbelebte russische Kultur – die Moral russischer Christen, ihr Respekt vor dem Recht und ihre Menschlichkeit, die Bevorzugung der Diplomatie anstelle von Nötigung und die Achtung traditioneller sozialer Sitten und Gebräuche – aber das wird nicht offen gesagt. Russland wird gehasst, weil es zusammen mit China das Streben der USA nach Weltherrschaft behindert. Und dieses Hindernis soll durch einen Krieg beseitigt werden. Wenn sich die Russen und Chinesen nicht auf einen von Washingtons angeordneten präemptiven Atomschlag einstellen, werden sie vernichtet…

[Quelle – Gegenmeinung]

Paul Craig Roberts warnt eindringlich vor der wachsenden Kriegsgefahr 4.43/5 (88.57%) 35 votes

Nur Russland und China können die USA aufhalten

Zitat

April 2015

Die USA befinden sich im Krieg. Seit 1945 befinden sich die USA im Krieg mit der Welt. Sie kamen als vermeintliche Befreier und Sieger, in Wahrheit kamen sie als Nassauer und Ausbeuter, als Usurpatoren, als Demokratieverschnitt-Diktatoren, als Neoliberale des Kapitalismus und sie kamen als weltweite Okkupanten vieler, unbedarfter, naiver, friedlicher Nationen. Kein Staat dieser Erde hat mehr Kriege seit 1945 geführt als die USA. Und nicht, weil diese Kriege dringend geboten waren. Nein, die USA haben Kriege angezettelt, aus freien Stücken geführt, aus ihrem kranken Verständnis ihrer Großartigkeit, ihrer Einmaligkeit und ihrer mitgeborenen Selbstherrlichkeit, anderen Staaten zeigen zu dürfen, wer Herr im Haus zu sein hat. Wer immer noch davon redet, dass die USA die Welt befreit habe, die Demokratie in die Welt gebracht habe, den Kommunismus besiegt habe, den Völkern Reichtum geschenkt habe, der versündigt sich an der Welt und betreibt US-amerikanische Lügen-Politik. Denn nichts davon ist wahr!

Von Henry Paul

Die USA hat sich schon im ersten Weltkrieg bereichert. Sie hatten ihren Kriegseintritt lange geplant und so lange hinausgeschoben, bis sie ihre Militärindustrie aufgebaut hatten, bis sie wissen durften, dass der Feind im Prinzip schon geschlagen war, bis sie gesehen hatten, dass ihre alliierten Partner schon selbst fast abgeschlachtet waren. Das Kalkül der wirtschaftlichen Vernunft, gepaart mit Siegerallüren ergab ein sehr positives Kriegsgewinnler-Momentum für die USA. Sie eroberten Europa fast ohne Gegenwehr. In Europa war der Feind von Russland total bezwungen worden. In Asien brauchten die USA mehrere Pazifikgefechte und zum Schluss zwei Atombomben zur Auslöschung ganzer Städte, ein unnötiger US-Kriegsholocaust, der nur dazu dienen sollte, ihre Schmach und eigentlichen Niederlagen im Krieg mit Asien wettzumachen. So sind die USA auch heute noch. Wer sie durch Intelligenz, Raffinesse und List besiegt, wird zum Totalfeind gestempelt, der vernichtet werden muss. Damals war es Japan, heute ist es Russland. Deswegen muss die Welt heute vor dem Nuklear-Erstschlag der USA Angst haben.

Die Wolfowitz-Doktrin, die 1992 irrtümlich an die Öffentlichkeit gelangte, erklärt konkret, was die USA zum Krieg treibt. Wer immer sich anschickt, eine Macht zu werden, die bereit und fähig wäre, den USA ihren unbedingten Führungsanspruch in Frage zu stellen, ist unser Feind und den muss die USA unschädlich machen. Nicht wörtlich übersetzt, aber sinngemäß. ( “Our first objective is to prevent the re-emergence of a new rival, either on the territory of the former Soviet Union or elsewhere, that poses a threat on the order of that posed formerly by the Soviet Union. This is a dominant consideration underlying the new regional defense strategy and requires that we endeavor to prevent any hostile power from dominating a region whose resources would, under consolidated control, be sufficient to generate global power.”) Der USA-Präsident hat sich als Welten-Kaiser selbst die Krone aufgesetzt, hat sich als „die einzige Weltmacht“ selbst deklariert. Sie wollen aufgrund der Siege nach dem zweiten Weltkrieg ihre Wirtschaftsmacht, ihre Militärmacht, ihre Bestimmungsmacht, ihre Führungsmacht,  ihre Zensurmacht, ihre politische Macht immer weiter ausdehnen, immer weiter durchsetzen, bis kein Land der Erde mehr autonom oder souverän ist, sondern nur unter der bedingungslosen Herrschaft der USA vegetieren darf. Sie nennen das Welt-Führungsanspruch. Sie nennen das die Welt-Demokratie, den Weltfrieden, die „Neue Weltordnung“.

Die Welt wird militärisch in sechs Zonen eingeteilt: opportunistisch und ökonomisch im Geiste der US-Verständnisse nach Weltherrschaft: USPACOM für den Pazifischen Raum bis Indien und China, USNORTHCOM für den nordamerikanischen Kontinent bis zur Karibik, USSOUTHCOM für den amerikanischen Südkontinent, USAFRICOM für Afrika außer Ägypten, USCENTCOM für Vorderasien, Ägypten und Arabien, USEUCOM für ganz Europa, Grönland, den vorderen Teil Eurasiens und Russland. So kann man schnell und effektiv die Welt betrachten; die meisten Länder und Regionen sind ja kleiner und bedeutungsloser als die USA selbst. Zum Beispiel ist nach US-Obama-Interpretation Russland (der größte Staat der Erde) nur eine kleine Regionalmacht. Regional-Staaten kann man zusammenfassen, kann man subsumieren, weil die sowieso immer gleich gestrickt sind: naiv, dumm, politisch unreif, vordemokratisch im Sinne der US-Demokratie, ohnmächtig aufgrund eines kleinen blöden Militärs und wirtschaftlich meist unbedeutend bis auf ein paar Bodenschätze und Ressourcen. Diese unbedeutenden Länder mit unbedeutenden Ressourcen sind gar nicht in der Lage, echte Friedenspolitik zu betreiben, also können sie auch unter dem „vorbildlichen Schutzschirm der USA“ weiter existieren. Den Preis den sie für diesen Schirm, diesen Super-Schutz, diesen demokratischen Musteraufbau, diese Wirtschaftsentwicklung zahlen sollen, ist durch die Landesressourcen meist nicht abgedeckt. Aber wenn die NATO oder die US-Militärmacht ihre Basis dort aufbauen dürfen, kann man über die Kostenabdeckung durch das Land eine Kompensationsregel finden. Das, was die USA dort aufbaut und hinterlässt ist sowieso im Sinne der USA unbezahlbar. Das Geschenk, das die USA jedem Land macht, indem sie den Schutz aufrecht hält gegen jede Art von Risiko, ist unbezahlbar. Es kommt manchmal vor, dass Politiker oder ein Teil der Bevölkerung uneinsichtig sind und diesen Schutz ablehnen, aber da muss man nur ab und an den richtigen Leuten auf die Finger hauen und dann hat sich das (Obama speech to the nation 2014).

Dergestalt hat sich die USA fast 65% aller Länder der Welt angeeignet, hat sie unterworfen, unterjocht und herrscht dort nach Gutdünken und faulen Verträgen, verpflichtet oder nötigt die Länder zu immensen Unterstützungskosten, zu Wohlverhalten und US-amerikanischer Außenpolitik. Die USA hat ihren Kontinent nicht nur Grenz- und Kontinent-überschreitend erweitert, hat nicht nur in allen Weltmeeren ihre Navy auf Patrouillenfahrt, sondern behauptet auch, dass all diese Länder und Meere ihre Staatsgrenze, ihre Einfluss-Sphäre seien, ihr zu verteidigendes Hoheitsgebiet sei, das sie jederzeit mit counter-attacs verteidigen dürfen. Sie benutzen dazu das sogenannte Verteidigungsbündnis des Nordatlantik-Pakts NATO, die überall als Eingreiftruppe aktiv werden sollen, wo diese Hoheitsgrenzen gefährdet sein sollen. Der omnipotente Anspruch, alles zu besitzen ist in Wahrheit nur noch krank. Die USA werden “ bedroht“, wenn sich ein Staat anders verhält, als es die USA von ihm erwarten oder fordern. Die USA werden selbst von Mini-Staaten „bedroht“, weil sie den krankhaften Wahn pflegen, dass die ganze Welt ihnen alleine gehört.

Wenn Europa sich nach US-Wahnvorstellung vereinen soll, soll es ein einziges Non-Staaten-Gebilde nach US-Muster und US-Design werden: unter US-Doktrin, unter US-Pseudo-Demokratie, unter US-Finanzregeln, unter US-Militärgewalt als Kostenträger der NATO in der EU – vom Atlantik bis zum Kaukasus. Denn nach US-Denke ist auch der eurasische Kontinent zur EU gehörig und damit US-Hoheitsgebiet. Weder Russland, noch Georgien oder Usbekistan oder Aserbaidschan und all die anderen Staaten dort haben irgendwelche nationalen Rechte in Ihrem eigenen Gebiet, noch an nachbarlichen Gebieten – das ist erklärtes US-Hoheitsgebiet, weil es die reichsten Ölquellen der Welt besitzt. Schon die wirtschaftlich normalste Verbindung der Welt, wenn Nachbarn wie Europa und Russland eng zusammen arbeiten oder sich gegenseitig auf ihrem gemeinsamen Kontinent freundschaftlich verhalten, beunruhigt die USA derartig, dass sie seit Jahrzehnten Keile und Unruhe-Elemente dort hineintreibt, um selbst die lose, politische, friedliche Gemeinschaft zu verhindern. Die USA wissen wohl, dass ein europäisch-eurasischer Kontinent die stärkste politische als auch wirtschaftlich reichste Kontinental-Region der Erde wäre – ein direkter Angriff auf die Weltenherrschafts-Ideologie der USA! Das mag alles stimmig sein – nur: wer gibt eigentlich den USA das Recht, sich so usurpierend und okkupierend zu verhalten? Die UN nach Recht und Gesetz nicht, obwohl es schon den Anschein hat, dass die UN das alles toleriert und sogar befördert durch Nicht-Eingreifen, was ihre Verpflichtung wäre.

Nach 9/11 hat sich die USA ein Welt-Kriegsgesetz zur General-Kriegsführung gegeben:  Das AUMF gibt dem Präsident wörtlich die Erlaubnis, „gegen jene Nationen, Organisationen, oder Personen, von denen er bestimmt, dass sie die Terrorangriffe am 11. September 2001 geplant, genehmigt, durchgeführt, oder unterstützt oder gegen Personen und Organisationen, die den Angreifern Unterschlupf geboten haben, alle notwendige und geeignete Gewalt einzusetzen, um alle zukünftigen Aktionen des internationalen Terrorismus gegen die Vereinigten Staaten bei solchen Nationen, Organisationen oder Personen zu verhindern“.

Die Pariser Verträge und die Helsinki Verträge gestatten es den USA nicht, größere Kriegsschiffe ins Schwarzmeer zu entsenden – es schert die USA einen Dreck: sie tun es geradezu mit Lust. Militärische Provokation auf höchstem Level, Reiz bis zum Pseudo-Angriff ist tägliches Politik-Verhalten der USA. „Wir sind das Welten-Gesetz und bestimmen was wir dürfen – niemand hat das Recht, uns zu kritisieren oder sich uns in den Weg zu stellen“. Gesetzesbrüche unter medialem Lügenfeuer ist Tagesgeschäft. Militärische Besetzung unter dem Vorwand der uneigennützigen Hilfe ist für die USA Regelverhalten. Sie sind es, die die Weltordnung nie berücksichtigen, die die law-of-nations (das Völkerrecht) als für sie „not applicable“ erklären, weil sie die USA sind. Sie sind es, die Regime-Changes als ihren gottgewollten Auftrag ausführen, Puppen-Regierungen bezahlter Oligarchen einsetzen und nach USA-Anweisung Krieg gegen die eigene Bevölkerung führen. Weltenverbrecher. Die USA haben den so oft angeprangerten Holocaust schon x-mal übersteigert und y-mal vergrößert durchgeführt. Die zig Millionen Opfer, die durch die US-Infiltrationen, Beherrschungsrevolten, Regime-Changes, Okkupationen, Usurpationen sowie durch erklärte oder unerklärte Kriege zu beklagen sind, übersteigen das Vorstellungsvermögen der Welt.

Die USA gehören vor ein internationales Tribunal wegen Welt-Terror und Welt-Kriegsverbrechen am laufenden Band! Die Falschheit der US-Propaganda-Medien-Hoheit hat bisher immer noch einen irgendwie gearteten Grund gefunden, jemanden zu blackmailen und als Schuldigen hinzustellen. Gefolgt von einseitig erklärten Sanktionen gegen Staaten, Länder, die sich dem Völkerrechtsverbrechen der USA widersetzten. Die USA übersteigern auch dort alles bisher erlebte. Stalin mit seinem Gulag war noch zivil. Die USA mit ihren jahrzehntelangen Kriegen in Vietnam, Kambodscha, Afghanistan und Irak, mit ihren Dauer-Staats-Sanktionen wegen Nichts sind endlich zu sühnende Verbrechen gegen die Menschlichkeit nie gekannten Ausmaßes. Man muss die USA an ihren selbst aufgestellten Maximen messen: ein Tribunal wäre das Mindeste, der Strick für die diversen Präsidenten und Minister das Normalste.

Kuba hat sich nie davon erholt, ist gefangen im System weltweiter Ächtung wegen einer dümmlich naiven Wehleidigkeit der USA, weil diese es nicht geschafft haben, Kuba zu usurpieren und zu besetzen. Iran hat sich davon nie erholt, ist gefangen im System weltweiter Ächtung wegen einer Lügenpolitik des Super-Freundes der USA, Israel. Da wird es noch krimineller: Israel ist selbst Atommacht und hält sowohl Atom-Bomber, Atombomben, Atomraketen vor, um jederzeit gegen Iran oder andere ungehorsame Staaten vorzugehen. Und im gleichen Atemzug wird Iran einer tödlichen Atompolitik geziehen, die noch nicht einmal existent ist, sondern nur möglich wäre.

Niemand hätte sich vorstellen können, dass dieser Irrsinn, dieser Kriegs-Wahnsinn der USA noch steigerungsfähig sei. Ist aber so. Galten vor 9/11 noch Länder oder Politiker oder Staaten als Ziel für die USA-Kriege, hat sich das nun zu einer generellen Angriffs-Klausel erweitert. Ab 9/11 sind es allgemein unerwünschte, Souveränitäts- Verhaltensmuster. Länderübergreifend, Grenzen übersteigend. Religionen einbindend. Politiken subsummierend. Alle und alles, was den USA nicht passt, ist Kriegszone, ist kriegswürdig, sind jetzt Terroristen. Diese neue Form der Feindes-Deklarierung geht also über alles hinaus was denkbar und früher erfahrbar war. Totalitärer Anspruch passt dazu. Die gesamte Welt ist der „Gefahr des Terrorismus“ ausgesetzt, die jetzt überall und laufend und mit allen Mitteln bekämpft werden muss. In Wahrheit ist die USA der einzige Welt-Terror-Staat!

Das geht so weit, dass in Staaten, in denen kein Terrorakt zu sehen ist, künstlich Terrorgruppen von den USA implantiert werden, um dort auch Terror zu schüren. Zum Beispiel Europa; hier wird derzeit ganz hysterisch vom CIA und NSA in Deutschland und Frankreich vor multiplen Terrorakten gewarnt. Weil wir nicht mehr unbedingt und zu 100 Prozent gefügig den USA hinterherlaufen, müssen wir jetzt Terrorakte befürchten, die von den Geheim-Organisationen der USA hierher getragen werden. Weil wir wegen eigenem Schaden die völkerrechtswidrigen Sanktionen der USA gegen das friedliche Russland nicht mehr mittragen wollen. Also widersetzen wir uns unseren Freunden – und das bedeutet, dass wir jetzt Terror-Akte erleben werden. So lange, bis wir wieder gefügig werden. Das ist die berühmte Friedenspolitik der Partner USA. Tatsächlich aber sind das hochkriminelle und verbrecherische Staatszerstörungs-Instrumente, die eingesetzt werden, um ein Land systematisch und geplant zu de-stabilisieren, gefügig zu machen, mit Druck zu lenken und zu beeinflussen. Das ist Frau Merkel komischerweise noch nie als Völkerrechts-Verletzung aufgefallen.

Man muss es noch deutlicher sagen. Weil es Frau Merkel nicht auffällt, wie kriminell, wie apolitisch und wie gefährlich unsere Freundschaft zu den USA für uns ist, wird Deutschland weiter seine geringe Selbstständigkeit verlieren, bis wir nur noch astreiner Vasallen-Staat der USA sind. Besatzungsmacht USA herrscht über besetztes Land BRD, Kanzlerin merkt nichts ( um es freundlich zu formulieren), und USA zwingt Deutschland im Rahmen der USA-EU dazu, den gesamten europäischen Kontinent ins Verderben, ins Ausbluten, in die totalitäre Abhängigkeit der USA zu bringen. Man kann es wie in Zeitlupe beobachten, wie die Länder Europas zerfallen in Vasallen-Regionen ohne Politik, ohne Nationalstolz, ohne Souveränität, weil die USA unseren Kontinent okkupiert und unterjocht hat: mit Lügen, mit Erpressung, mit Falschheit und mit Verbrechen an der Menschheit.

Frau Merkel wird in die Geschichtsbücher eingehen. Sie wird als Kanzlerin in die Annalen der Geschichte eingehen als die Frau, die den deutschen Staat endgültig zerstört, die Nation aufgelöst, den Stolz der Deutschen gebrochen, die Wirtschaft ruiniert, die Gemeinschaft der europäischen Länder mit totalitären Neu-Strukturen zwangsvereinigt  und zwangsenteignet hat. Sie wird als die moderne Diktatorin vermerkt werden, die den europäischen Kontinent aus seiner jahrhundertealten, maßgeblichen Kultur-Geschichte verbannt hat und in das neu-diktatorische Vasallenreich der USA. Sie wird als eiserne, unbeugsame, alternativlose Kanzlerin in die Zitatensammlung der heimlichen Tyrannen eingereiht werden. Und wir Deutschen, wir Italiener, wir Franzosen, Spanier, Portugiesen und alle anderen Europäer werden durch diese Degradierung kultureller und politischer Eigenheiten umgeformt zu Muppets-Figuren im Komik-Kabinett skrupelloser US-Präsidenten und Scharfmacher, die angetreten sind, die ganze Welt zu beherrschen, nachdem sie diese zerstört und de-rangiert haben. Eine Welt nach dem Vorbild von Huxley, Orwell, HG Wells, Kalergi, Rothschild, JP Morgan, GoldmanSachs und Co.

Der Strategieansatz der USA ist veröffentlicht, mehrfach dort beschrieben, immer wieder dort kommentiert und dort für wegweisend erklärt worden: Die USA muss die Welt führen, bedingungslos, allumfassend, alleine, als einzige Weltmacht. Die Südamerikaner, die Japaner, die Westeuropäer, Ost-Europäer, Nordeuropäer, die Südost-Asiaten, die Australier, Neuseeländer, Engländer, Afrikaner sind bereits unter dem Regime der Welt-Usurpatoren USA. China und Russland, Südafrika, Brasilien, Indien und Iran konnten sich bis jetzt davon fern und frei halten. Aber die Gefahr der Usurpationspolitik der USA bleibt bestehen, wird sogar stärker und aktiver. Brasilien und Iran sind bereits unter Feuer und unter De-Stabilisierung, Russland wird aktiv gebrandmarkt als Weltgefahr und China als der mögliche nukleare Kriegstreiber gegen alle Staaten dieser Erde.

Die USA hören mit ihrer Zerstörungs-Strategie nicht auf, obwohl ihre Ressourcen bald am Ende sind, ihre Ölverbräuche ins Unermessliche gehen und der Dollar keine Leitwährung mehr für die Welt ist. Sie kreieren immer neue Verbrechen gegen die Welt, gegen die Bürger, gegen Staaten und Regionen, nur, um immer weiter die Welt unterjochen zu können. Thailand, Malaysia, Singapur, Venezuela, Brasilien, Argentinien, Kuba sind die nächsten Kandidaten auf der Liste der zu zerstörenden „Regionen“. Die Welt muss sich jetzt entscheiden, wie sie zukünftig überleben will. Als abhängige Vasallen der USA und unter Zwangsregime oder als freie, souveräne Staaten unter einer freien, gerechten und politisch korrekten UN. In nicht erklärten Non-Staaten wie die EU, Dauer-Kriegen und Terrorakten wie im Orient oder in Frieden und wirtschaftlicher Vernunft; miteinander als freie, konstitutionell gesicherte Nationalstaaten mit aufrichtigen, wirklich freien Bürgern.

Diese Entscheidung steht in allen Gesellschaften, steht in allen Staaten an. Steht auf der verborgenen Agenda der UN, des Europarates, der Welten-Gemeinschaft. Niemand kann sich davon loslösen, weil wir alle in dieser Welt von dem Terrorstaat USA drangsaliert und in Unsicherheit gepresst werden. Russland und China sind die beiden einzigen Weltmächte, die den Terror der USA beenden könnten. Wir anderen Nationen müssen uns mit diesen beiden Weltmächten verständigen, wie weit wir die zweite Alternative wählen, um nicht der ersten anheim zu fallen. Es gibt nur diese Wahl. Nur Russland und/oder China wären in der Lage, diesen Terrorstaat USA zu stoppen. Ohne Krieg, ohne Atomschlag. Aber: diese beiden Mächte müssen von uns gestützt werden, müssen selbst strategisch klug vorgehen, um die USA nicht zum nuklearen Erstschlag zu provozieren. Denn das schwebt den Scharfmachern in USA vor: bald; spätestens Ende 2016 ist man in den USA so weit, dieses Risiko eingehen zu wollen. Es ist also „höchste Eisenbahn“. Wenn die USA Russland durch die Ukraine-Projekte, durch direkte NATO-Provokationen oder Finanzsanktionen schärfster Art nicht niederzwingen können, werden sie den Erstschlag tun; das ist gewiss. Vorher müssen sich die Staaten einig sein, ob sie eine totalitäre Weltregierung USA oder eine freie Welt haben wollen.

[Quelle – contra magazin]

Nur Russland und China können die USA aufhalten 4.48/5 (89.57%) 23 votes

Die aktuellen Besatzungskosten Deutschlands liegen pro Jahr bei ca 30 Mrd Euro

Zitat

16. März 2015 vom Honigmann

Wenngleich die Worte sehr diplomatisch gewählt werden – es ist doch unverkennbar, daß (nach der “einfachen” Bevölkerung) inzwischen auch immer mehr deutsche Politiker über die Spionageaktivitäten der USA verärgert sind.Der seit nunmehr fast 70 Jahren stets richtige Hinweis, daß es noch immer keinen Friedensvertrag gibt (der für eine vollständige politische Souveränität Deutschlands unerläßlich wäre), wird längst nicht mehr als angeblich rechtsextremistische Fabel diffamiert, sondern als zwar vom Grundsatz her richtig, aber kaum mehr zu “heilen” – und im Grunde auch nicht erforderlich – dargestellt.Tatsächlich käme ein Friedensvertrag insbesondere Washington teuer zu stehen, und im Pentagon müßte man über eine grundsätzlich neue logistische Organisation der noch immer zahlreichen Auslandseinsätze der US-Armee nachdenken. Doch immer mehr deutsche Politiker und Beobachter halten es für an der Zeit, einmal über die noch aus der “offiziellen Besatzungszeit“ resultierenden, aktuellen Belastungen Deutschlands zu sprechen.Noch immer sind nämlich 25.000 britische und 60.000 US-amerikanische Soldaten auf deutschem Boden stationiert. Es gibt zusammen über 70 unter ausländischem Regiment stehende Militärstützpunkte mit Flugzeugen, Hunderten Panzern, etlichen Raketenwerfern und noch immer mehr als 100 Atombomben! Es ist eine Militärausstattung, die nach verbreiteter Expertenauffassung nicht dem Rahmen eines freundschaftlichen Militäraustausches zwischen befreundeten Ländern entspricht, sondern einem Besatzungsstatus ähnelt. Im Irak waren in den vergangenen Jahren z.B. nicht mehr fremde Militärkräfte stationiert.

Und die vorgegebenen Zahlen konnten und können nur geschätzt werden, weil es deutschen Politikern strikt untersagt ist, die Einrichtungen der Alliierten auch nur zu inspizieren. Das Recht zur Stationierung und ihre völlige Bewegungsfreiheit innerhalb Deutschlands (!) ließen sich die Alliierten im übrigen im Zuge der Verhandlungen zur deutschen Wiedervereinigung auf unbefristete Zeit verlängern. Und die dabei entstehenden Kosten müssen laut Artikel 120 des Grundgesetzes die deutschen Steuerzahler tragen.

Dabei kommen jedes Jahr Milliardensummen zusammen. Denn neben den reinen Stationierungskosten muß Deutschland auch die Aufwendungen für die Errichtung neuer Unterkünfte, Truppenübungsplätze oder von Flughafenkapazitäten übernehmen. In Grafenwöhr begann im Jahr 2005 beispielsweise der Neubau eines Truppenübungsplatzes für 3.400 amerikanische Soldaten, wobei alleine für die militärische Infrastruktur bisher rund 650 Mio. € ausgegeben wurden.

In Spangdahlem (Eifel) und Ramstein (Pfalz) wurden die Militärflughäfen auf Wunsch der USA für zusammen rund 400 Mio. € ausgebaut. Und auch der in den letzten Jahren für etwa 350 Mio. € ausgebaute Leipziger Flughafen dient nicht nur der Deutschen Post (DHL) als internationales Drehkreuz, sondern zunehmend auch der NATO. Washington begründete seine Ausbauwünsche stets nur mit dem knappen Hinweis, daß die am Frankfurter Flughafen gelegene Basis längst nicht mehr als Hauptdrehkreuz für die Einsätze “in Europa” ausreiche…

Tatsächlich gab es von Leipzig ausgehend eine intensive Zusammenarbeit zwischen den USA (bzw. der NATO) und der DHL-Luftfahrtsparte. Insbesondere in den Irak und nach Afghanistan kam es zu zahlreichen Versorgungsflügen. Seit dem Jahr 2008 flogen laut gewöhnlich gut informierten Kreisen jeden Tag bis zu 1.500 US-Soldaten von oder über Leipzig zu ihren weltweiten Einsätzen. Eine weitere Ausbaustufe soll es jetzt ermöglichen, über den militärischen Bereich des Leipziger Flughafens. täglich bis zu 600 Tonnen Kriegsgerät in alle Welt zu versenden.

Auch die Kosten dieser Kriegslogistik hat Deutschland zu tragen, es werden in der letzten Ausbaustufe jährlich mehr als sieben Milliarden Euro sein. Addiert man diese “Besatzungskosten” zum laufenden Etat des Bundesverteidigungsministeriums (etwas über 30 Mrd. € jährlich), kommt man nach verbreiteter Expertenschätzung zu Militärausgaben, die beinahe dem russischen Etat entsprechen!

Es ist ohne Zweifel ein sehr “kostenintensiver” Fragenkomplex, der bei einer weiteren zunehmenden Mißstimmung über die Spionageaktivitaten der USA durchaus einmal offen angesprochen werden könnte. Nicht zuletzt deshalb ist man in den “offiziellen Kreisen” dies- und jenseits des Atlantiks zur Zeit noch sehr bemüht, “den Ball flach zu halten“…!

© Vertrauliche Mitteilungen

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Gruß an die Ausbeuter, die der Blitz beim Sxxxxxxx trifft
Der Honigmann

 [Quelle – Der Honigmann]

Die aktuellen Besatzungskosten Deutschlands liegen pro Jahr bei ca 30 Mrd Euro 4.58/5 (91.58%) 19 votes

Frankreich kassiert pro Jahr 440 Mrd von seinen ehemaligen Kolonien

Zitat

15.03.2015 Deutsche Wirtschaftsnachrichten

Frankreich kann seinen Status nur mit Ausbeutung der ehemaligen Kolonien halten
Der französische Staat kassiert von seinen ehemaligen Kolonien jährlich 440 Milliarden Euro an Steuern. Frankreich ist auf die Einnahmen angewiesen, um nicht in der wirtschaftlichen Bedeutungslosigkeit zu versinken, warnt der ehemalige Präsident Jacques Chirac. Der Fall zeigt: Eine gerechte Welt ist schwer möglich, weil die ehemaligen Kolonialmächte von der Ausbeutung selbst abhängig geworden sind.

In den 1950er- und 60er-Jahren entschieden die afrikanischen Kolonien Frankreichs, sich unabhängig zu machen. Zwar akzeptierte die Regierung in Paris die Unabhängigkeitserklärungen formal, verlangte jedoch, dass die Länder einen sogenannten „Pakt zur Fortsetzung der Kolonialisierung“ unterzeichnen. Darin verpflichteten sie sich, die französische Kolonialwährung FCFA („Franc für die Kolonien Frankreichs in Afrika“) einzuführen, das französische Schul- und Militärsystem beizubehalten und Französisch als Amtssprache zu etablieren.

Aufgrund dieses Gesetzes sind 14 afrikanische Staaten nach wie vor dazu verpflichtet, etwa 85 Prozent ihrer Währungsreserven in der französischen Zentralbank in Paris zu lagern. Dort unterstehen sie der direkten Kontrolle des französischen Finanzministeriums. Die betroffenen Länder haben keinen Zugang zu diesem Teil ihrer Reserven. Sollten ihre verbleibenden 15 Prozent Reserven nicht ausreichen, müssen sie sich die zusätzlichen Mittel vom französischen Finanzministerium zu marktüblichen Zinsen leihen. Seit 1961 kontrolliert Paris so die Währungsreserven von Benin, Burkina Faso, Guinea-Bissau, Elfenbeinküste, Mali, Niger, Senegal, Togo, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Tschad, Kongo, Äquatorialguinea und Gabun.

Zudem müssen diese Länder jährlich ihre „kolonialen Schulden“ für die von Frankreich errichtete Infrastruktur an Paris überweisen, wie Silicon Africa ausführlich berichtet. So nimmt Frankreich rund 440 Milliarden Euro jedes Jahr ein. Die Regierung in Paris verfügt auch über ein Vorkaufsrecht auf alle neuentdeckten Rohstoffvorkommen in den afrikanischen Ländern. Und schließlich müssen französische Unternehmen bei der Vergabe von Aufträgen in den Ex-Kolonien bevorzugt behandelt werden. Als Folge dessen befinden sich dort die meisten Vermögenswerte in den Bereichen Versorgung, Finanzen, Transport, Energie und Landwirtschaft in den Händen französischer Konzerne.

Die Führungselite der jeweiligen Länder hat keine andere Wahl als die Forderungen zu erfüllen. Sollten sich die afrikanischen Politiker weigern, droht ihnen ein Attentat oder der Sturz der Regierung. In den letzten 50 Jahren fanden insgesamt 67 Coups in 26 afrikanischen Ländern statt. 16 dieser 26 Länder waren ehemalige Kolonien Frankreichs.

Ein Beispiel hierfür ist der erste Präsident des westafrikanischen Togo, Sylvanus Olympio. Er weigerte sich den „Pakt zur Fortsetzung der Kolonialisierung“ zu unterzeichnen. Doch Frankreich bestand darauf, dass Togo Entschädigung für die Infrastruktur zahlt, die die Franzosen während der Kolonialzeit errichtet hatten. Die Summe belief sich jährlich auf rund 40 Prozent des Haushaltes von Togo im Jahr 1963 und brachte das gerade erst unabhängige Land schnell an seine wirtschaftlichen Grenzen.

Darüber hinaus entschied der neue Präsident Togos, die französische Kolonialwährung FCFA abzuschaffen und eine eigene Landeswährung zu drucken. Nur drei Tage nach dieser Entscheidung wurde die neue Regierung von einer Gruppe ehemaliger Fremdenlegionäre gestürzt und der Präsident getötet. Der Anführer der Legionäre, Gnassingbe Eyadema, erhielt umgerechnet 550 Euro von der lokalen französischen Botschaft für das Attentat, wie der britische Telegraph berichtet. Vier Jahre später wurde Eyadema mit Unterstützung aus Paris der neue Präsident von Togo. Er etablierte eine tyrannische Diktatur in dem westafrikanischen Land und hielt sich bis zu seinem Tod im Jahr 2005 an der Macht.

In den folgenden Jahren griff die Regierung in Paris immer wieder auf ehemalige Fremdenlegionäre zurück, um unliebsame Regierungen in den Ex-Kolonien zu stürzen. So wurde der erste Präsident der Zentralafrikanischen Republik, David Dacko, im Jahr 1966 durch ehemalige Mitglieder der Fremdenlegion gestürzt. Ebenso erging es dem Präsidenten Burkina Fasos, Maurice Yaméogo, und dem Präsidenten von Benin, Mathieu Kérékou. Und auch der erste Präsident der Republik Mali, Modiba Keita, fiel im Jahr 1968 einem Putsch von Ex-Legionären zum Opfer. Nur wenige Jahre zuvor hatte auch er beschlossen, die französische Kolonialwährung abzuschaffen.

Im Gegensatz dazu haben sich die anderen Kolonialmächte von solchen Maßnahmen verabschiedet. Großbritannien musste seine Lektion bereits im Zuge der Amerikanischen Revolution von 1763 lernen. Auslöser war die Entscheidung Großbritanniens, den amerikanischen Kolonien die Kosten für den gerade beendeten Franzosen- und Indianerkrieg aufzubürden. Der Protest dagegen mündete in der „Boston Tea Party“ und schließlich im Unabhängigkeitskrieg und der Gründung der Vereinigten Staaten 1776. Im Jahr 1778 verabschiedete das britische Parlament den „Taxation of Colonies Act“. Darin verzichtete Großbritannien künftig auf Steuern und Abgaben auf Umsätze in den Kolonien „British America“ und „British West Indies“.

Gleiches gilt für die ehemaligen Kolonien Australien und Kanada. Zwar gehören diese nach wie vor zum „Commonwealth of Nations“ und unterstehen damit formal dem britischen Königshaus, doch die Steuerhohheit liegt spätestens seit der Unabhängigkeitserklärung der Länder Anfang des 20. Jahrhunderts ausschließlich bei den dortigen Regierungen.

Auch die ehemalige Kolonialmacht Niederlande erhebt keinerlei Steuern mehr auf seine ehemaligen Einflussgebiete in Südamerika und Südostasien. In Südostasien seien die Finanzen Anfang des 20. Jahrhunderts aufgrund verheerender Kriege so desaströs gewesen, dass die Niederlande ihre Kolonien regelmäßig finanziell stützen mussten. Das Königreich trennte sich von einem Großteil seiner Kolonien bereits Anfang des 19. Jahrhunderts. Zuletzt verließen die niederländischen Antillen im Oktober 2010 das Königreich. Lediglich die Karibikinseln Aruba, Curaçao und Sint Maarten sind nach wie vor Bestandteil des Königreichs der Niederlande.

Die politische Elite Frankreichs denkt dagegen nicht im Geringsten daran, die Relikte aus der Kolonialzeit zu beseitigen und die ehemaligen Kolonien in die vollständige Unabhängigkeit zu entlassen. Vielmehr scheint in Paris die Befürchtung vorzuherrschen, dass man ohne die Einnahmen aus Afrika in der wirtschaftlichen Bedeutungslosigkeit versinken könnte. Schon der ehemalige französische Präsident Jacques Chirac sagte im März 2008: „Ohne Afrika würde Frankreich in den Rang eines Drittweltlandes abrutschen.“

[Quelle – Deutsche Wirtschafts Nachrichten]

Frankreich kassiert pro Jahr 440 Mrd von seinen ehemaligen Kolonien 4.56/5 (91.11%) 18 votes